Die Idee, ein Bild für den Altarraum zu schaffen, wurde ihm vor etwa sechs Monaten von Pfarrer Dr. Joachim Dauer angetragen – mit dem Wunsch, eine Krone als Symbol für die Herrschaft Christi als Pantokrator darzustellen.
Nach Wochen der Überlegung, intensiven Studien und zahlreichen Skizzen hatte der Künstler sich für einen künstlerischen Weg zwischen Abstraktion und Figuration entschieden.
Im Zentrum thront Christus in leuchtendem Rot, mit einer Geste, die Offenheit, Zuwendung und Teilhabe vermittelt – als wolle er seine königliche Würde mit der Gemeinde teilen. Zu seiner Rechten erscheint Maria – ganz der biblischen Tradition entsprechend: „Zur Rechten des Königs steht die Königin.“
Seine linke Hand ist zur Seite ausgestreckt, fast segnend, und öffnet den Raum zur Betrachtung der Schöpfung im Hintergrund.
In der Komposition lassen sich weitere Ebenen entdecken: Anthropomorphe Gestalten, die wie Engel wirken, durchziehen die Farbflächen – ihre Umrisse sind nur angedeutet, fast geisterhaft. Im rechten Bildbereich erkennt man Elemente, die an einen Garten erinnern: vegetative Formen, rankenartige Linien – eine Anspielung auf das Paradies oder das himmlische Jerusalem. Zwischen diesen Linien ist eine stilisierte Fischform zu sehen – das altchristliche Symbol, das auf das griechische Akronym „Ichthys“ verweist: Iēsous Christos Theou Hyios Sōtēr – Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser.
Die Komposition ist von vertikalen Linien durchzogen, die Bewegung, Transzendenz und zugleich Verbindung zwischen Himmel und Erde andeuten.
Das Gemälde wurde in Öl auf Leinwand ausgeführt, in mehreren Schichten: Jede Farbschicht wurde vollständig trocknen gelassen, bevor die nächste aufgetragen wurde. So entstand eine leuchtende, lebendige Oberfläche mit Tiefe, Glanz und stofflicher Dichte.
Die Technik verbindet klassische Lasurmalerei mit pastosem Farbauftrag – interpretiert in zeitgenössischer Bildsprache.
Das Gemeindeteam von St. Jakobus und der Künstler hoffen, dass das Bild der Gemeinde im Laufe der Zeit eine stille Begleitung sein kann – als Teil des Kirchenraums und als Anregung zum persönlichen Nachdenken.